Senioren Spezial

Senioren sind oft verunsichert und brauchen mehr Zuwendung für eine gute Aufklärung. Wir nehmen uns die Zeit. Immer mehr ältere Menschen haben noch den Großteil ihrer eigenen Zähne und zudem eine deutlich höhere Lebenserwartung. Außerdem geniessen sie heute eine wesentlich bessere zahnärztliche Versorgung als früher und besitzen ein gesteigertes  Gesundheitsbewusstsein. Entsprechend der langen Verweildauer weisen die   Zähne neben Abnutzungserscheinungen, altem Zahnersatz auch viele andere Schäden auf. Ältere Patienten haben daher einen erhöhten zahnärztlichen Behandlungs- und Versorgungsbedarf.

Genauso wie unsere jüngeren Patienten, benötigen unsere Senioren spezielle Vorsorge- und Behandlungskonzepte, die auf die erweiterten Bedürfnisse abgestimmt sind. Während bei den meisten anderen Patienten im Alter von 30-60 Jahren meist nur sehr spezielle Probleme vorliegen, die mit konventionellen Behandlungsverfahren zu lösen sind, liegen bei vielen älteren  Patienten wesentlich komplexere Probleme vor, die oft einen gebietsübergreifenden Behandlungsansatz benötigen. So beeinflusst ein schlecht eingestellter Diabetes melitus das Voranschreiten parodontaler Erkrankungen, welche wiederum an der Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen zumindest mitverantwortlich sein können. Im Gegenzug erschwert auch eine unbehandelte Parodontitis, welche bei ca. 90% der Senioren vorliegt, die Einstellung der Diabetes und hat somit also auch noch andere weitreichende systemische Folgen.

Des Weiteren können Magen-Darm-Erkrankungen die Folge eines schlecht passenden oder nicht funktionellen Zahnersatzes sein, weil keine ausreichend Zerkleinerung der Nahrung möglich ist. Damit ändern sich automatisch die Ernährungsgewohnheiten, z.B. indem man primär nur noch Kost zu sich nimmt, welche nicht sonderlich zerkleinert werden muss.

Ziel und Zweck ist es deshalb, die Situation des Patienten gesamtheitlich zu betrachten und die Therapie dahingehend auszurichten bzw. die entsprechenden fachärztliche Kollegen dabei mit ins Boot zu holen. Neben einer Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsfaktoren resultiert hierdurch auch automatisch eine höhere Lebensqualität.

In Abhängigkeit vom Alter und dem Gesamtgesundheitszustand älterer Patienten ist es bei der Planung von Zahnersatz auch wichtig, weitere Gesichtspunkte zu berücksichtigen, über die man vielleicht nicht so gerne spricht. So sind unter gewissen Gesichtspunkten herausnehmbare Versorgungen – auch wenn festsitzende bedingt möglich wären – gegebenenfalls vorzuziehen, da bei Eintreten des Pflegefalles eine ausreichende Mund- und Zahnersatzhygiene auch durch das Pflegepersonal gewährleistet ist. Über die Ihnen zur Verfügung stehenden Vorsorge- und Versorgungsmöglichkeiten beraten wir Sie und Ihre Angehörigen gerne.