Zahnerhaltung

Konservierende Zahnerhaltung, Endodontie und vieles andere mehr

Im Mittelpunkt der zahnärztlichen Tätigkeit steht in erster Linie die Erhaltung der Zähne. Auch hier hat sich in den letzten zwanzig Jahren sehr viel getan. Früher beschränkte man sich hierbei im Wesentlichen auf die Entfernung von Karies und der anschließenden füllungstechnischen Versorgung des Zahndefektes. War die Wiederherstellung des Zahnes mittels konventioneller Füllungstherapie  nicht oder nur unzureichend möglich, war der Erhalt des Zahnes stattdessen nur durch eine Krone oder Teilkrone möglich. 

Manchmal ging dem Ganzen auch noch eine Wurzelbehandlung voraus, was viele Patienten aufgrund der damit verbundenen Komplikationen in nicht so schöner Erinnerung haben. Auch dies hat sich in den letzten 10-15 Jahren grundlegend verändert, worauf aber unter dem Kapitel Wurzelkanalbehandlung weiter unten nochmals näher eingegangen wird.

Aufgrund der vielfältigen Entwicklungen haben sich innerhalb der konservierenden Zahnheilkunde neben verschiedenen Spezialgebieten, wie der Endodontie, auch neue eigene Fachgebiete, wie die Parodontologie, entwickelt. Letztere wurde in vielen Kliniken noch bis in die 90er Jahre hinein etwas stiefmütterlich behandelt, zwischenzeitlich haben alle eine eigene Abteilung für Parodontologie.

Aber auch die Herangehensweise an alltägliche Dinge unterlag in vielen Punkten einer grundlegenden Veränderung und neuen Therapieansätzen. Während man früher die Karies bis in die letzten Ecken und Winkel ohne Rücksicht auf Verluste bzw. die Nervenhöhle oder Zahnsubstanz ausgebohrt hat, bewegt man sich heute auf ganz anderen Wegen. So wird z.B. eine tiefe Karies, wenn bei deren Totalentfernung die Nervenhöhle verletzt werden würde, diese teilweise belassen. Dies geschieht mit der Absicht, der sog. Pulpa (innere Markhöhle des Zahnes mit Blutgefäßen und Nerven) die Möglichkeit zu geben, sich auf natürliche Weise gegen das Voranschreiten der Karies zu schützen. Bei dieser natürlichen Abwehrreaktion wird von Zellen im Inneren der Nervenhöhle an der geschwächten Stelle zusätzlich Zahnbein angelagert, um ein Eindringen von Bakterien in die Nervenhöhle zu vermeiden. Bevor der Zahn verschlossen wird, werden die zurückbleibenden kariösen Areale chemisch behandelt und desinfiziert. Anschließend wird der Zahn mit einer langzeitprovisorischen, lichthärtenden Glasionomerzementfüllung versorgt, die keine sonderlichen Einschränkungen aufweist. Nach ca. 3-6 Monaten wird der provisorische Verschluss wieder entfernt und die belassenen Kariesstellen mit einem Kariesindikator  angefärbt.  Nach Entfernung der restlichen Karies, kann dann die definitive Versorgung der Kavität erfolgen. In seltenen Fällen, kann auch eine Wiederholung des beschriebenen Procederes notwendig sein.

Sinn und Zweck dieser Vorgehensweise besteht vor allem darin, eine Wurzelkanalbehandlung zu vermeiden. Dennoch gibt es auch heute noch genügend Situationen, in denen eine Wurzelbehandlung nicht vermieden werden kann und die einzige Alternative zur Zahnentfernung ist.

Minimalinversive Füllungstherapie (MIFT)

Diese Technik wird bei kleinen kariösen Läsionen (Schädigungen) eingesetzt. Z.B. wenn man sie mit einer konventionellen Versiegelungstechnik nicht ausreichend versorgen kann und für konventionelle Füllungstechniken noch zu klein sind oder  man unnötig viel gesunde Zahnhartsubstanz opfern müsste.

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Vollkeramische Systeme

Keramik ist in der Zahnmedizin der Werkstoff der Zukunft. Was noch vor zehn Jahren als große Neuerung gefeiert wurde, ist inzwischen zum Standard geworden. Die aktuellen Hochleistungskeramiken sind in Härte und Transluzenz dem Zahnschmelz fast ebenbürtig und lassen eine genauso hohe Belastung zu.

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Wurzelkanalbehandlung

Besonders im Bereich der Wurzelkanalbehandlungen hat sich in den letzten 10 Jahren sehr viel getan. Stark vergrößernde Lupenbrillen, OP-Mikroskope und  3D-Videosysteme ermöglichen Behandlungsergebnisse, die früher niemand für möglich hielt.

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