Mundschleimhauterkrankungen

Hart im Nehmen aber nicht unverletzlich - die Mucosa

Die Mucosa (Mundschleimhaut) entwickelt sich während der embryonalen Entwicklungsphase durch eine Einstülpung der äußeren Schicht (Ektoderm). Trotz ihrer Weichheit sehr strapazierfähig. In Kombination mit dem lymphatischen Rachenring heilen Verletzungen deshalb extrem schnell und gut – ein intaktes Immunsystem vorausgesetzt. Die Inspektion der Mundhöhle bezieht deshalb nicht nur die Zähne und den Zahnhalteapparat, sondern auch die umgebenden Weichgewebe mit ein. In der Dermatologie nimmt die Diagnostik von Mundschleimhauterkrankungen eine eher untergeordnete Rolle ein, da diese meist zuerst vom Zahnarzt erkannt werden. Es handelt sich hierbei oft um einfachere Erkrankungen, wie kleinere Verletzungen (aphtöse Läsionen), virale und bakterielle Infektionen etc. Leider gibt es aber auch einige sehr schwere Krankheitsbilder, die ihren Beginn in der Mundhöhle nehmen oder dort ihre ersten Symptome bzw. Befunde zeigen. Hierzu zählen neben den verschiedenen Malignomen (= bösartige Tumore, wie z.B. das Plattenepithelkarzinom) auch leukämische und Autoimmunerkrankungen. Im Verdachtsfalle überweisen wir sie direkt an die entsprechenden Fachärzte oder Kliniken.