Naturheilverfahren

Es mag auf den ersten Blick sicherlich etwas ungewöhnlich sein, Zahnmedizin mit Naturheilverfahren in Verbindung zu bringen, aber bei genauerem Hinsehen macht es wirklich Sinn. Sicherlich schaffte es ein Homöopath nicht einen Patienten mit ein paar D8-Globuli von seiner Karies zu befreien, aber er kann mit speziellen Behandlungen dazu beitragen, den Gesundheitszustand des Patienten wieder herzustellen. Eine relativ schonende und nebenwirkungsarme Behandlungsmöglichkeit bei immunologischen Erkrankungen und auch bei einer deutlich verschlechterten Immunantwort,  ist z.B. die Darmsanierung meist in Kombination mit der sogenannten Hydrocolontherapie. Auch als Unterstützungstherapie bei latent aggressiven Parodontalerkrankungen kann dies ein sehr wirksames Verfahren sein. 

Hintergrund dieser Therapie ist, dass der Großteil unseres Immunsystems in der Dickdarmwand lokalisiert ist. Dort findet eine besonders starke Beeinflussung durch das sog. Biom (alle dort lebenden Pilze, Parasiten, Bakterien, Viren etc.) statt, das durch die Therapie und eine spezielle Diät verändert wird. Neuere klinische Studien schrecken sogar vor Stuhltransplantationen nicht zurück, bei denen chronisch Kranken der Stuhl von völlig gesunden Menschen übertragen wurde, mit dem Ergebnis, dass rund 90% der Patienten innerhalb weniger Wochen genesen waren oder es ihnen wesentlich besser ging.

Abgesehen von diesen Spezialfällen gibt es noch einige andere Krankheitsbilder, wo eine naturheilkundliche Begleitbehandlung sinnvoll und erfolgreich sein kann.