Gastroenterologie

Ein intaktes Kauorgan - eine wichtige Voraussetzung für ein “Happy End”

Der Großteil des menschlichen Immunsystems liegt im Bauchraum und vor allem in der Wand des Dickdarmes. Gastroenterologische Erkrankungen führen häufig zu einer Schädigung der Darmwand, was sich u.a. auch in der Reduzierung der körpereigenen Abwehr widerspiegelt. Dadurch können sich zuvor sog. obligat krankheitsverursachende Keime leichter ausbreiten und entsprechende Probleme oder Erkrankungen verursachen. Bei parodontalen Risikopatienten ist dies besonders auffällig. Im Umkehrschwung entwickeln zuvor parodontal gesunde oder nur geringfügig belastete Patienten nach einer Teil- oder Totalresektion des Dickdarms, z.B. als Folge eines bösartigen Tumors, besondere häufig eine stetig voranschreitende Parodontalerkrankung, was wiederum meist zu Zahnverlust führt. Dies führt wiederum dazu, dass eine intensive Zerkleinerung der Nahrung durch Kauen nicht hinreichend möglich ist. Dieses ist für jeden, aber im besonderem Maße für gastroenteral erkrankte Patienten besonders wichtig. Kann dies nicht mehr ohne weiteres stattfinden, wird dadurch der Entstehung weiterer Probleme und Erkrankungen entsprechend Vorschub geleistet. Es ist somit offensichtlich und leicht zu erkennen, das gesund nun mal im Mund beginnt!