Internes

Dieses Verfahren dient zum Aufhellen einzelner Zähne, welche sich häufig aufgrund einer unzureichenden Füllungsversorgung nach einer Wurzelkanalbehandlung stark verfärbt haben. Die Grauverfärbung solcher Zähne ist die Folge bakterieller Blutzersetzungssprodukte. Dabei wird das im roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) gespeicherte Eisen unter Einwirkung von Schwefelwasserstoff in Eisensulfid umgewandelt, welches wiederum schwarz und wasserunlöslich ist. Da es sich hierbei chemisch um eine Reduktionsreaktion handelt, kann dieser Vorgang durch Sauerstoff rückgängig gemacht werden. Dafür wird in den Zahn eine Mischung aus Natriumperborat und Wasserstoffperoxid eingebracht und dicht verschlossen. Da der Patient mit dieser Bleicheinlage im Zahn die Praxis verlässt, wird dieses Verfahren auch als „Walking-Bleach-Methode“ bezeichnet. Nach 2-3 Tagen erfolgt die erste Zwischenkontrolle und die Erneuerung der Einlage bis der Originalfarbton wieder erreicht ist. Im Regelfalle bedarf es hierfür 2-4 Sitzungen.

Ist die Grauverfärbung auf andere Ursachen, wie z.B. Metalloxide aus alten Amalgamfüllungen oder speziellen Wurzelzementen, zurückzuführen, so ist eine Aufhellung mit diesem Verfahren leider nicht möglich. Im Regelfall bedarf es hierfür wesentlich invasiverer Restaurationsverfahren mit nichttransparenten Vollkeramiken.